Methodik und Stil

Das Thema der Arbeit, seine Relevanz, der Ausgangspunkt, das Ziel, die Vorgehensweise und der Aufbau der Arbeit sollten einem ?roten Faden? folgen. Nach einer Sichtung der Materialien beginnt der Autor eine erste Struktur seiner Arbeit zu schaffen. Er sollte dabei auf folgendes achten:

  • klar darstellen und überzeugend begründen
  • alle zentralen (und insbesondere die strittigen) Begriffe der Arbeit entweder selbst  definieren oder durch Verweis auf Quellen klären
  • Verweis auf das Glossar im Vorwort anlegen
  • eigene Positionen als solche kennzeichnen und ggf. begründen
  • darauf achten, dass der Schwerpunkt der Arbeit die durch den Titel der Arbeit
  • geweckten Erwartungen erfüllt
  • am Ende der Arbeit die Ergebnisse zusammenfassen.

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Stil, Darstellung und Gedankenführung

Im Folgenden stehen Empfehlungen bezüglich des Satzbaus und einer gut verständlichen Ausdrucksweise:

  • durchschnittliche Anzahl der Wörter pro Satz < 14
  • durchschnittliche Anzahl der Wörter vor dem Verb < 7
  • leserorientiert schreiben
  • ?Behördendeutsch" vermeiden
  • aufgeblähten Pseudo-Wissenschaftsstil vermeiden  
  • eine zeitgemäß politisch korrekte, nichtdiskriminierende Sprache verwenden (z.B.  Fachleute statt Fachmann), ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen (nicht: "daß  der/die Übersetzer/in seine/ihre Meinung")
  • möglichst neutrale, sachliche Formulierungen verwenden
  • Übertreibungen (hype) vermeiden, Superlative nur sparsam und bei Bedarf einsetzen, da sie Widerspruch provozieren und die Arbeit unnötig anfechtbar machen
  • erste Person Singular ist in Maßen zulässig zur Markierung eigener Positionen ("nach meiner Auffassung")
  • nicht die dritte Person singular als Verweis auf sich selbst verwenden (nicht: "die Verfasserin meint")
  • nicht die erste Person Plural für einsame eigene Meinungen verwenden (nicht: "Wir meinen")
  • auf logische, nachvollziehbare, widerspruchsfreie Darstellung achten
  • die Gedanken des Lesers klar führen
  • modische Fremdwörter in der wissenschaftlichen Darstellung vermeiden
  • Weitschweifigkeiten und Stilschwankungen vermeiden
  • Funktionsverbgefüge eher vermeiden (anwenden und nicht: ?zur Anwendung bringen?)
  • alle Wörter und Silben aus dem Text entfernen, die an der intendierten Aussage nichts ändern (z.B. nicht Abminderung sondern Minderung; nicht beinhaltet sondern enthält; nicht unwesentlich beeinflusst sondern wesentlich beeinflusst).


Überschriften  

  • eine zeitgemäß politisch korrekte, nichtdiskriminierende Sprache verwenden (z.B. Fachleute statt Fachmann), ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen (nicht: "daß der/die Übersetzer/in seine/ihre Meinung")
  • möglichst neutrale, sachliche Formulierungen verwenden
  • Übertreibungen (hype) vermeiden, Superlative nur sparsam und bei Bedarf einsetzen, da sie Widerspruch provozieren und die Arbeit unnötig anfechtbar machen
  • erste Person Singular ist in Maßen zulässig zur Markierung eigener Positionen ("nach meiner Auffassung")
  • nicht die dritte Person singular als Verweis auf sich selbst verwenden (nicht: "die  Verfasserin meint")
  • nicht die erste Person Plural für einsame eigene Meinungen verwenden (nicht: "Wir meinen")
  • auf logische, nachvollziehbare, widerspruchsfreie Darstellung achten
  • die Gedanken des Lesers klar führen
  • modische Fremdwörter in der wissenschaftlichen Darstellung vermeiden
  • Weitschweifigkeiten und Stilschwankungen vermeiden
  • Funktionsverbgefüge eher vermeiden (anwenden und nicht: ?zur Anwendung bringen?)
  • alle Wörter und Silben aus dem Text entfernen, die an der intendierten Aussage nichts ändern (z.B. nicht Abminderung sondern Minderung; nicht beinhaltet sondern enthält; nicht unwesentlich beeinflusst sondern wesentlich beeinflusst)

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Überschriften

Bei einer Überschrift ist immer darauf zu achten, dass die durch Überschriften geweckten Erwartungen durch den zugehörigen Text erfüllt werden (Kernaussage des Textes als Überschrift verwenden!).

  • Überschriften mit einer Dezimalgliederungsnr. (bis zu drei Ebenen) versehen
  • Überschriften nicht oder durch Fettdruck oder größere Schrift hervorheben
  • Überschriften in 100% Übereinstimmung mit Inhaltsangabe bringen
  • zur Hervorhebung von Überschriften weder Kursivschrift, noch Unterstreichung, Sperrung oder eine Mischung verschiedener Schriften verwenden
  • Überschriften dürfen serifenlos sein (z.B. Arial), wenn der Fließtext serifenbetont ist (z.B. Times New Roman); der umgekehrte Fall ist unüblich.
    Bei einer Überschrift ist immer darauf zu achten, dass die durch Überschriften geweckten Erwartungen durch den zugehörigen Text erfüllt werden (Kernaussage des Textes als Überschrift verwenden!).
  • Überschriften mit einer Dezimalgliederungsnr. (bis zu drei Ebenen) versehen
  • Überschriften nicht oder durch Fettdruck oder größere Schrift hervorheben
  • Überschriften in 100% Übereinstimmung mit Inhaltsangabe bringen
  • zur Hervorhebung von Überschriften weder Kursivschrift, noch Unterstreichung, Sperrung oder eine Mischung verschiedener Schriften verwenden
  • Überschriften dürfen serifenlos sein (z.B. Arial), wenn der Fließtext serifenbetont ist (z.B. Times New Roman); der umgekehrte Fall ist unüblich.

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Orthographie / Interpunktion / Grammatik

Fast alle Textverarbeitungsprogramme bieten Hilfefunktionen an die eine Kontrolle der folgenden Punkte erleichtern:

  • Orthographie und Interpunktion einheitlich nach neuer deutscher Rechtschreibung
  • alle von der automatischen Rechtschreibprüfung markierten Wörter kontrollieren
  • bei ?Suche/Ersetze"-Operationen auf die u.U. nötige Anpassung von Flexionsendungen an Genus/Numerus achten. (Einzahl/Mehrzahl, männlich / weiblich).

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Zitate / Quellen

Die korrekte Angabe von Quellen und Zitaten zeichnet den Autor eines Dokumentes als
redlichen Verfasser aus. Nachweislich fehlende Quellenangaben können zur vollständigen
Ablehnung der Dokumentation führen. Folgende Punkte sollten darum beachtet werden:

  • Alle wörtlichen Zitate müssen zeichengenau mit den Quellen übereinstimmen
  • etwaige Auslassungen klar und konsequent kennzeichnen
  • Schreibweise nach alter Rechtschreibung wird im Zitat beibehalten
  • alle wörtlich oder inhaltlich zitierten Inhalte mit ihrer Quelle kennzeichnen
  • zwischen wörtlichen und indirekten Zitaten unterscheiden
  • im Literaturverzeichnis nur tatsächlich (wörtlich oder inhaltlich) zitierte Werke aufnehmen
  • darauf achten, dass alle im Fließtext genannten Quellen auch im Literaturverzeichnis genannt sind
  • darauf achten, dass die Quellenangaben im Fließtext exakt mit den Angaben im Literaturverzeichnis übereinstimmen
  •  Literaturverzeichnis einheitlich und systematisch gestalten.

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Grafiken / Abbildungen / Tabellen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Oft sagt das Bild aber leider nicht das, was wir uns wünschen, sondern verwirrt den Leser nur. Darum muss vor der Suche nach einer Abbildung bzw. Skizze die Kernfrage beantwortet werden: Was soll die Abbildung aussagen?!? Was genau soll sie deutlich machen?!? Erst wenn diese Frage eindeutig geklärt ist, sollte man sich Gedanken über die Ausgestaltung des Bildes machen. Auch hier gilt der Satz: Wenig, wichtig und wuchtig!

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Grundsätzliches zur Gestaltung

Bei der Gestaltung ist folgendes zu beachten:

  • keine Abbildungen verwenden, die lediglich schmückendes Beiwerk sind
  • nur Abbildungen verwenden, wenn eine verbale Darstellung alleine ungeeignet ist oder nicht ausreicht, den Inhalt eindeutig zu Beschreiben
  • bei Abbildungen nach Möglichkeit Schwarz/Weiß-Skizzen oder Strichzeichnungen verwenden, denn weniger ist meist mehr!
  • Abbildung auf die Kernaussage reduzieren
  • Abbildungsgröße so bemessen, dass das Wesentliche gut erkennbar ist - im Zweifel eher etwas größer als zu klein
  • mit ein bis zwei kurzen Sätzen den Inhalt der Abbildung verbal wiedergeben, damit der Fokus genau auf die gewünschte Bildaussage gerichtet wird
  • Abbildungen und Tabellen mit Titeln versehen
  • bei selbst erstellten Abbildungen auf ein einheitliches Layout achten
  • Abbildungen einheitlich im Seitenlayout platzieren - vorzugsweise horizontal zentriert
  • die Linienbreite in den einzelnen Abbildungen möglichst einheitlich wählen
  • Tabellen klar strukturieren und platzsparend formatieren
  • Seitenumbruch innerhalb von Tabellen vermeiden
  • Abbildungen in der ganzen Arbeit durchnummerieren (Abb. 1, Abb. 2 .... Abb. 54), nicht kapitelweise (Abb. 2-1, Abb. 2-2, ... Abb. 4-1, ... Abb. 4-15)
  • Abbildungen und Tabellen in separaten Verzeichnissen auflisten
  • Abbildungen ggf. mit Legenden versehen
  • Übereinstimmung der Verzeichnisse mit den tatsächlichen Platzierungen sicherstellen
  • bei Abbildungen, die nicht selbst erstellt oder durch Eigenleistung (z.B. durch Einarbeitung von Bezugspfeilen, Legenden) bearbeitet wurden, die Quelle angeben (im Abb.-Verzeichnis).

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Verzeichnisse

Neben dem Inhaltsverzeichnis am Anfang der Dokumentation unterliegen auch alle anderen Verzeichnisse bestimmten Regeln:

  • Inhaltsverzeichnis übersichtlich strukturieren
  • Abkürzungen beim ersten Auftreten eindeutig definieren und ein Abkürzungsverzeichnis/Glossar erstellen (was ?Unbekannte Abkürzungen? sind entscheidet die Zielgruppe!)
  • spätestens nach Auftreten der ersten Abkürzung auf das Glossar verweisen
  • Abbildungen in einem Abbildungsverzeichnis auflisten (mit Bildnummer, Bildunterschrift und Seitenzahl)
  • Tabellen in einem Tabellenverzeichnis auflisten (mit Tabellennummer, Tabellenname und Seitenzahl)
  • kürzungen und zugehörige Langformen in einem Abkürzungsverzeichnis
    (Glossar) auflisten
  • Literaturverzeichnis gemäß Merkblatt formatieren
  • Stichwortverzeichnis (fakultativ) am Ende der Arbeit einfügen.

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Formatierung

Zum guten Schluss kommt die Formatierung. Wenn man das Erstellen einer Dokumentation mit einem Hausbau vergleicht ist die Formatierung der Putz und letzte Anstrich des Rohbaus. Es empfiehlt sich, diesen Schritt als letzten zu beginnen und die Vorgaben nacheinander abzuarbeiten:

  • Seitenränder im ganzen Dokument einheitlich einstellen (LR:2,5cm, RR:1,5cm, OR:2,5cm, UR:2,5cm)
  • für den Fließtext Zeilenabstand 1,0 bis maximal 1,5 wählen
  • für eingerückte Zitate Zeilenabstand 1,0 wählen
  • eine klare und ruhige Schrift wählen (z.B. Arial)
  • für den Fließtext Schriftgröße 12p wählen
  • für Überschriften Schriftgröße 12p bis 16p wählen
  • für eingerückte Zitate Schriftgröße 12p oder 10p wählen
  • für Fußnoten eine um 2p kleinere Schriftgröße wählen als für die eingerückten Zitate
  • Hervorhebungen sparsam und systematisch verwenden
  • keine Sperrungen verwenden (auch nicht in Überschriften)
  • keine Unterstreichungen verwenden (auch nicht in Überschriften)
  • Fettdruck im Fließtext möglichst vermeiden
  • Kursiv auf die Markierung von fremdsprachlichen Ausdrücken beschränken
  • Anführungszeichen für kurze (max. 1,5 Zeilen) wörtliche Zitate verwenden
  • Silbentrennung im ganzen Text aktivieren
  • Blocksatz nur in Verbindung mit Silbentrennung und Anpassung des Zeichenab-
  • standes verwenden (Format/Zeichen/Zeichenabstand)
  • kontrollieren, dass nirgendwo übergroße Wortzwischenräume vorhanden sind
  • in Tabellen keinen Blocksatz verwenden, sondern linksbündig oder zentriert
  • in Spiegelstrichaufzählungen und Verzeichnissen (Inhaltsangabe, Literaturangabe,
  • Abbildungen etc.) linksbündigen Flattersatz einstellen
  • Schusterjungen, Hurenkinder, Witwen und Waisen vermeiden
  • Arbeit durchgehend paginieren
  • gleiche Schriftart für Paginierung und Fließtext wählen
  • Gliederungsebenen mit Punkt trennen aber am Ende keinen Punkt setze
    1 Netzwerk
          1.1    Hardware
          1.1.1 Speicherbausteine
  • auf maximal drei Gliederungsebenen beschränken
  • die Überschriften / Gliederungspunkte sind im Inhaltsverzeichnis eindeutig der zugehörigen Seitenzahl zuzuordnen.

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Quellenangaben im Literaturverzeichnis

Die Quellenangaben richten sich in erster Linie nach der Art der verwendeten Quelle.

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Monographien einzelner oder mehrerer Autoren

Holz-Mänttäri, Justa (1984): Translatorisches Handeln. Theorie und Methode. Helsinki:
Suomalainen Tiedeakatemia.
Beaugrande, Robert Alain de / Dressler, Wolfgang U. (1981): Introduction to Text Linguistics. London: Longman.

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Diplomarbeiten

Bechtold, Karin (1989): Elektrowärmepumpen in der Haustechnik. Eine Untersuchung der englischen und deutschen Terminologie. Diplomarbeit. Germersheim: FASK, IAA, Stoll/Schmitt.

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Internet

Zitate von www-Quellen sollten sich möglichst weitgehend an den Konventionen orientieren, die sich für Druckmedien seit vielen Jahren durchgesetzt haben. Außerdem sollten sie möglichst einfach sein. Zunächst sollten die Autoren aufgeführt sein, anschließend der Titel des Beitrages, dann die URL und schließlich das Datum der letzten Änderung, z. B.:

D. Graf, K.-H. Berck: Concept learning in Biology - Is it satisfactory? ? www.uni-
giessen.de/~gf1002/institut/begriffe/concept.html (17.9.98).
Quellenangaben sollten nachprüfbar sein.
Die Nachprüfbarkeit von Internet-Quellen kann nur gewährleistet werden, wenn sie archiviert werden, sei es durch einen Ausdruck auf Papier oder durch speichern auf einem Datenträger. Manchmal werden Diskussionsgruppen auch vom Anbieter archiviert.
Ebenso ist es denkbar, dass der Autor verschiedene Versionen eines Textes mit Datum kennzeichnet und alte Versionen archiviert zur Verfügung stellt.
Quellen sollten unveränderbar sein.
Dies ist nur gewährleistet, wenn die Quelle durch Ausdruck auf Papier archiviert wurde, da die Quelle im Internet bzw. die elektronisch archivierte Version vom Autoren oder von Dritten jederzeit verändert werden kann.
Quellen sollten richtig und von hoher Qualität sein.

Veröffentlichungen im Internet unterliegen keiner Qualitätskontrolle, beispielsweise einem Lektorat. Für die Qualität einer Quelle kann evtl. die Person des Autoren stehen oder schlichtweg die Plausibilität des Inhalts (die aber zu prüfen und zu belegen ist).Weitere Hinweise: http://www.uni-giessen.de/biodidaktik/vdbiol/zitieren.htm

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